8. März 2011 11:20 Uhr
Eine Krankenversicherung für alle Bürger der Vereinigten Staaten soll erst noch kommen, im Staat Massachusetts gibt es sie schon seit mehreren Jahren. Eine Studie in einem medizinischen Fachmagazin stellt dem System allerdings kein gutes Zeugnis aus. Die Verfasser untersuchten Fälle, in denen Menschen aufgrund von Behandlungskosten bankrott gingen. Das Ergebnis für die Jahre 2007 bis 2009: Die absolute Zahl der Fälle ist trotz der Bürgerversicherung sogar angestiegen - von rund 7.500 auf rund 10.000. Damit folgen die Zahlen dem allgemeinen Trend zu mehr Privat-Pleiten nach der Wirtschaftskrise in den USA. Die Autoren der Studie sagen, falls die Krankenversicherung einen positiven Effekt gehabt habe, sei der allenfalls gering. Sie machen vor allem eine schlechte Versorgung durch die Versicherungen dafür verantwortlich. Viele Behandlungen würden nicht übernommen, die Selbstbeteiligung sei sehr hoch. Massachusetts sollte eigentlich ein Vorzeigestaat für die geplante Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama sein
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)