9. März 2011 06:28 Uhr

Fischer schneiden sich ins eigene Fleisch

Es ist, als wolle man ein paar Rehe jagen und würde dabei den ganzen Wald abholzen. So beschreiben Meeresbiologen aus dem irischen Galway die Grundschleppnetzfischerei. Im Fachmagazin "Spektrum Direkt" erklären sie, Netze aus Metall- und Holzbrettern pflügten den Meeresboden um, zerstörten dabei Laichplätze und wirbelten zugleich Sedimente auf, die das Wasser trübten.

Die Folgen dieser Fischfang-Methode reichen den Biologen zufolge sogar noch weiter, als bisher gedacht. Mehrjährige Fangdaten hätten gezeigt, dass viele Fische im Laufe der Zeit immer kleiner und magerer würden. Das liege daran, dass ihnen Nahrung, die im Boden lebt, fehle - so etwa Krebse und Seesterne. Besonders betroffen von diesen sekundären Folgen des Fischfangs seien die Rotzunge und der Steinbutt, in schwächerer Form auch Kabeljau und Schellfisch.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)