9. März 2011 08:08 Uhr
Manche Menschen gehen so weit, dass sie sich an bestimmten Abenden nicht mehr verabreden. Wer einer TV-Serie verfallen ist, will keine Folge davon verpassen und richtet zum Beispiel seinen Sonntagabend nach dem Sendetermin der Lindenstraße. Andere gucken Dr. House oder Mad Men - die Liste lässt sich beliebig fortführen. Worin aber liegt der Reiz von TV-Serien?
Der Göttinger Professor Frank Kelleter schreibt in der Aprilausgabe der Zeitschrift "Psychologie Heute", sie vermittelten uns Geborgenheit und eine Art tägliches Wiedersehen mit "alten Bekannten". Die Serienfiguren seien uns vertraut wie alte Freunde und strukturierten unseren Alltag. Wir fühlten uns emotional an Personen gebunden, die wir gar nicht kennen. Fernsehsoziologen sprechen in solchen Fällen von "parasozialen Kontakten".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)