9. März 2011 10:01 Uhr
"In den Plänen bis 2020 ist das Papier viel zu wenig ambitioniert." Das sagt Antje Mensen, Referentin für EU-Klima- und Umweltpolitik beim Deutschen Naturschutzring in der "taz". Sie bezieht sich damit auf ein Strategiepapier, das die EU-Kommission gestern vorgestellt hat. Darin werden die Mitgliedstaaten zu mehr Anstrengungen beim Klimaschutz aufgefordert. Das Papier geht davon aus, dass bei Einhaltung der bisherigen Vorgaben bereits im Jahr 2020 rund 25 Prozent weniger CO2-Emissionen freigesetzt werden könnten.
Mensen meint, das sei zu wenig, um die deutlich höheren Ziele für das Jahr 2050 zu erreichen. Man brauche innerhalb Europas mindestens 30 Prozent Einsparungen. Ein richtiger Schritt seien die Überlegungen der EU-Kommission, einige Zertifikate aus dem Emissionshandel zu löschen. Durch das verknappte Angebot werde der Preis für Zertifikate steigen. Das mache Einsparungen für die Industrie attraktiver.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)