9. März 2011 10:50 Uhr
Sollen Lebensmittel gentechisch verändert werden oder nicht? Diese Frage wird in vielen Ländern kontrovers diskutiert - jetzt auch in Mexiko. Das dortige Landwirtschaftsministerium hat das erste Pilotprojekt zum Anbau von Genmais genehmigt. Das Saatgut-Unternehmen Monsanto darf im Norden des Landes Genmais auf einer Fläche von einem Hektar anbauen.
Die Debatte hat in Mexiko auch eine kulturelle Komponente, weil Mais urspünglich von dort stammt. Er wurde bereits vor 9.000 Jahren angebaut und später von den spanischen Entdeckern nach Europa gebracht. Die Befürworter von Genmais argumentieren, der Anbau könne Mexiko helfen, im Wettbewerb mit den USA zu bestehen. Viele Bauern befürchten aber, Genmais könne heimische Arten verdrängen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)