9. März 2011 17:58 Uhr

Guttenberg soll sogar bei seinem Doktorvater abgeschrieben haben

Die Rechercheure der Plattform "Guttenplag-Wiki" haben einen interessanten Fund gemacht. Demnach soll der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auch bei seinem Doktorvater abgeschrieben haben. Das Portal, das Guttenbergs Dissertation auf geistigen Diebstahl hin abklopft, berichtet, die Arbeit enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk "Europäische Verfassunglehre". Dabei sei die Quelle nicht ausreichend genannt. Guttenberg habe 234 Zeilen kopiert. Hier sei allerdings nicht der Fließtext kopiert worden, sondern die Nachweise in den Fußnoten. Der CSU-Politiker habe seine Dissertation mit der wissenschaftlichen Arbeit seines Doktorvaters wie mit einer Gießkanne besprenkelt.

Die Rechercheure haben dieser Form des Plagiats auch einen eigenen Namen gegeben: Guttenbergs Gießkanne.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)