11. März 2011 10:30 Uhr

Wissenschaftler: Russische "Friedenseinsätze" stabilisieren Kaukasus kaum

Im Kaukasus und Zentralasien gibt es schwache Staaten und viele Konflikte. An vielen Stellen betätigt sich dort der große Nachbar Russland als Ordnungsmacht - im Moment sind sind russische Soldaten zum Beispiel in Südossetien, Transnistrien und Tadschikistan. Die aktuelle Ausgabe der "Russland-Analysen" nimmt diese Militäreinsätze unter die Lupe. Es seien eher "Friedenseinsätze" in Anführungsstrichen. Denn oft sei Russland so stark in die Konflikte involviert, dass die Einsätze nicht den UNO-Grundsätzen von Unparteilichkeit genügten. Außerdem sei die russische Strategie meist, schnell Truppen zu entsenden, um einen Konflikt mit militärischen Mitteln zu beenden. Zivile Elemente gebe es kaum, weder Aufbaubemühungen noch eine Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. Das gelte auch für die Konflikte auf dem eigenen russischen Territorium im Nordkaukasus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)