14. März 2011 11:52 Uhr

Blick ins Lexikon: Sievert

Dabei handelt es sich um eine Einheit, mit der die Strahlenbelastung biologischer Organismen gemessen wird, also zum Beispiel von Menschen. Benannt wurde sie nach dem schwedischen Mediziner und Physiker Rolf Sievert, der sich im 20. Jahrhundert um den Strahlenschutz bemühte. Eine Belastung von zwei bis vier Millisievert mit Röntgen-, Gamma- oder Betastrahlung ist normal und gilt als ungefährlich. Sie rührt daher, dass wir beim Arzt geröntgt werden. Außerdem geben All und Erdboden eine gewisse Strahlung ab. Bedrohlich wird es bei einer höheren Belastung. Ab ungefähr 250 Millisievert nimmt die Zahl von Krebserkrankungen zu. Ab einem Sievert treten erste Symptome der Strahlenkrankheit auf, also Übelkeit, Haarausfall und Blutungen unter der Haut. Bei einer Belastung von vier Sievert stirbt jeder zweite Patient innerhalb von 30 Tagen. Von diesen Spitzenwerten ist die Strahlung im japanischen Atomkraftwerk Fukushima derzeit aber weit entfernt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)