14. März 2011 14:50 Uhr

Yogeshwar: Lage in Japan noch weniger dramatisch als in Tschernobyl

"Dramatisch, aber noch nicht vergleichbar mit Tschernobyl". So beschreibt der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar die Lage in Japan, wo inzwischen nach Behördenangaben in drei Reaktoren des Kraftwerks Fukushima I eine Kernschmelze droht. Bei "DRadio Wissen" begründete Yogeshwar seine Einschätzung damit, dass große Teile der betroffenen Reaktorkerne noch intakt seien. Deshalb seien auch noch keine größeren radioaktiven Wolken ausgetreten. Diese führten 1986 im ukrainischen Unglücksreaktor von Tschernobyl dazu, dass zahllose Menschen und die gesamte Gegend verstrahlt wurden. Zu ihrem Schutz tragen viele Japaner zurzeit Masken vor dem Mund. Sollten rund um Fukushima größere Mengen Radioaktivität freiwerden, werden diese Masken nach Ansicht Yogeshwars aber bei weitem nicht ausreichen. Dann werde es vielmehr darauf ankommen, dass der radioaktive Staub von der Kleidung entfernt wird, um sich vor Strahlenschäden zu schützen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)