15. März 2011 09:52 Uhr
Radioaktives Jod, Strontium und Cäsium, das sind die Stoffe, die vor allem bei einem Atomunfall freigesetzt werden. Dazu kann Plutonium kommen, wenn diese Substanz in den Brennstäben verwendet wurde, so wie in Reaktor 3 im japanischen Fukushima.
Jod zerfällt relativ schnell, hält sich also nicht lange in der Umwelt. Dafür wird es vom menschlichen Körper besonders leicht aufgenommen. Beim radioaktiven Zerfall sendet Jod Beta-Strahlung aus, eine Strahlung die auf kurze Distanz sehr zerstörerisch ist. Wände aber zum Beispiel kann sie nicht durchdringen. Auch radioaktives Cäsium ist ein Beta-Strahler. Cäsium hat eine längere Halbwertszeit, deshalb kann es sich auch in der Umwelt anreichern. Strontium zerfällt etwas schneller als Cäsium und sendet ebenso Beta-Strahlen aus. Plutonium dagegen ist ein Alpha-Strahler. Alpha-Strahlung ist noch zerstörerischer als Beta-Strahlung, allerdings reicht sie weniger weit. Gefährlich wird Plutonium daher vor allem, wenn es über Nahrung oder Atemluft in den Körper aufgenommen wird.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)