15. März 2011 13:53 Uhr
Langsam werden alle Schäden des Erdbebens in Japan sichtbar - auch jenseits des Pazifiks in den USA.
Denn dort wundern sich Internetnutzer über die etwas schleppende Verbindung. Der Grund: Einige der Japan und die USA verbindenen Glasfaserkabel im Pazifik wurden durch das Erdbeben und den Tsunami beschädigt. Der Chef eines Hongkonger Kabelnetzbetreibers sagte dem Wall Street Journal, rund die Hälfte der Kabel sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Totalausfälle habe es jedoch nicht gegeben, da die Daten über andere Verbreitungswege, zum Beispiel Satellit, umgeleitet wurden.
Auf dem Boden des Pazifiks liegen mehrere hundert Millionen Dollar teure Glasfaserkabel. Sie übertragen Daten zum Teil schneller als Satelliten, sind aber anfälliger für Störungen, zum Beispiel durch Schiffsanker oder Fischernetze. Und Erdbeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)