16. März 2011 10:06 Uhr

Schlecht präsentierte Statistiken machen keinen Eindruck

Die Präsentation einer Statistik entscheidet maßgeblich über ihre Wirkung. Das haben Statistiker nun noch einmal am Beispiel von medizinischen Risikotabellen nachgewiesen. Sie fanden heraus, dass eine Statistik eindrucksvoller wirkt, wenn sie die Verminderung eines Risikos herausstellt. Wenn es zum Beispiel heißt, dass ein neues Medikament das Risiko einer Hüftfraktur um 50 Prozent senkt, dann klingt das wie ein ungaublicher Durchbruch. Wenn man aber sagt, dass mit dem Medikament statt ein Prozent nur noch ein halbes Prozent der Menschen eine Fraktur erleiden, dann scheint das eher nebensächlich. Und wenn man zugibt, dass 200 Menschen regelmäßig das Medikament einnehmen müssen, um eine Fraktur zu verhindern, dann wirkt dies wie eine ziemlich teure Option.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)