16. März 2011 11:51 Uhr
Das ist doch so ähnlich wie ein Küchenmesser: Man kann damit Kartoffeln schälen, oder seinen Nachbarn umbringen. So jedenfalls sehen viele Japaner bis heute die Atomtechnologie, also: Atomwaffen? Nein Danke, Atomkraft? ja bitte! Der Japan-Experte Markus Tidten erklärt diese Haltung damit, dass Japan schlicht und einfach auf die Atomkraft angewiesen ist. Hier bei DRadio Wissen sagte der Wissenschaftler, der selbst lange in Japan gelebt hat, das Land sei extrem ressourcenarm. Und mangels freundlicher Nachbarn, von denen sich Strom importieren ließe, müsse Japan seine ganze Energie selbst produzieren. Seit den 1960er Jahren habe Japan deshalb konsequent auf Atomkraft gesetzt. Und die Japaner vertrauten der Technik. Der Japankenner vermutet, dass das Land auch weiterhin auf Atomkraft setzen werde. Man wisse nun schließlich, warum das Unglück geschehen konnte. Die Techniker könnten das in Zukunft einfach besser machen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)