17. März 2011 09:27 Uhr
Unter Journalisten gilt es als Todsünde. Das Abschreiben von Kollegen, ohne es zu kennzeichnen.
Das ist jetzt wieder bei der "Washington Post" passiert. Die Star-Reporterin Sari Horwitz kupferte mehrere Absätze aus der Regionalzeitung "Arizona Republic" ab. Die "Washington Post" verkündete jetzt in einem Online-Artikel, dass sie Horwitz deshalb für drei Monate gesperrt habe. Die Journalistin entschuldigte sich in einem Statement bei den Lesern, Kollegen, den Herausgebern und der beklauten Zeitung. Sie habe so etwas noch nie in ihrer beruflichen Laufbahn gemacht, dieses mal sei sie dem Druck des Redaktionsschlusses erlegen. Sie sei dankbar, dass sie nach der Pause wieder für die "Washington Post" schreiben dürfe. Horwitz wurde für ihre Artikel schon mit vielen Preisen geehrt - unter anderem gehörte sie auch zu Reporterteams, die 1998 und 2007 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)