17. März 2011 10:23 Uhr

Soziologe Beck: Müssen nach Atom-Unfall über unseren Lebensstil nachdenken

"Es muss erst etwas schief gehen, damit die Moderne sich selbst modernisiert."

Zu diesem Schluss ist der Soziologe Ulrich Beck anlässlich der kritischen Situation im japanischen Atomkraftwerk Fukushima gekommen. Bei DRadio Wissen sagte er, die Menschheit müsse anfangen, über Alternativen nachzudenken und über ihren eigenen Lebensstil. Er nennt das eine reflexive Modernisierung. Die Deutschen schätzt Beck seit Tschernobyl als grundsätzlich sehr kritisch gegenüber der Atomenergie ein. Dennoch sei auch hier die Möglichkeit einer neuen Katastrophe verdrängt worden. Für ihn hängt das auch damit zusammen, dass risiko-behaftete Technologien wie die Atomenergie nicht fassbar sind, weil man sie nicht sehen kann und von wissenschaftlichen Diagnosen abhängig ist. Beck hat in den 80er Jahren das Buch "Die Risikogesellschaft" geschrieben. Darin beschreibt er, wie durch den Forschritt neue Gefahren für die Gesellschaft entstehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)