17. März 2011 15:01 Uhr
Die meisten ehemaligen Kindersoldaten können sich von den Schrecken des Krieges erholen und ein relativ normales Leben führen. Das berichtete eine Sonderbeauftragte der UNO vor dem Bundestagsausschuss für Menschenrechte. Untersuchungen unter anderem in Sierra Leone hätten gezeigt, dass etwa 85 Prozent ihre Erlebnisse verarbeiten können. Bei den übrigen 15 Prozent seien die Lebensläufe allerdings problematisch - vor allem die von Mädchen und Jungen, die sexuell missbraucht wurden. Eine weitere Erkenntnis der UNO: Kinder werden immer häufiger als Selbstmordattentäter missbraucht, vor allem im Irak und in Afghanistan. Schätzungen zufolge gibt es weltweit etwa 250.000 Kindersoldaten. Eine Arbeitsgruppe des UNO-Sicherheitsrats hat eine Liste herausgegeben. Darauf werden Konfliktparteien, die Kindern Leid zufügen, öffentlich genannt und geächtet. Seit Anfang des Jahres hat Deutschland den Vorsitz dieser Arbeitsgruppe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)