17. März 2011 17:17 Uhr

Eisbären werden wieder geschossen

Nun geht es den Eisbären in der russischen Arktis wieder an den Kragen. 29 von ihnen dürfen künftig jedes Jahr geschossen werden, nachdem das 54 Jahre lang verboten war. Denn Eisbären sind im Fernen Osten Russlands vom Aussterben bedroht. Die Behörden erlaubten den Abschuss trotzdem wieder. Zur Begründung hieß es, die Jagd gehöre zu den Traditionen der Tschuktschen, einem indigenen Volk im Osten Russlands. Und diese Lebensart müssten sie auch bewahren dürfen. Allerdings sollen sich die Tschuktschen an Regeln halten: Eisbärenmütter mit Kindern müssen verschont werden, ebenso Jungtiere und solche, die kurz vor dem Winterschlaf stehen. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF gibt es jedoch keine Möglichkeit, die Einhaltung dieser Regeln zu überprüfen. Außerdem sei es zu früh, die Jagd auf Eisbären wieder freizugeben. Die Tiere seien durch Wilddiebe und Klimawandel ohnehin schon bedroht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)