17. März 2011 17:50 Uhr

Forscher: Sicherheitskontrollen für US-Atomreaktoren lückenhaft

Ziemlich lückenhaft, so charakterisieren US-amerikanische Wissenschaftler die Sicherheitskontrollen in den Atomkraftwerken der USA. Deshalb liefen viele Meiler auch dann noch weiter, wenn es offensichtliche technische Probleme gebe. Das ist die Quintessenz einer Studie der "Union of concerned scientists". Das ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die sich für Abrüstung und Umweltschutz einsetzen. Sie schreiben in der Studie, dass auch das Atomunglück in Three Mile Island von 1979 auf solche Nachlässigkeiten zurückzuführen sei. Damals hatte die Kühlung des Reaktorkerns versagt, und es war zu einer Kernschmelze gekommen. Insgesamt untersuchten die Forscher 14 Störfälle auf deren Ursachen. Ihr Fazit: Für eine an sich ausgereifte und lang erprobte Technologie seien die sicherheitsrelevanten Vorfälle ziemlich häufig.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)