18. März 2011 06:51 Uhr

Max-Planck-Institut: Zoos sind wichtig für die Artenerhaltung

Zoos sind die Lebensversicherung vieler Tierarten.

Dieser Ansicht sind Forscher des Max-Planck-Instituts für Demografische Forschung. Im Fachmagazin "Science" plädieren sie deshalb für gezielte Zuchtprogramme, um bedrohte Tierarten zu bewahren. Nach ihren Berechnungen werden bereits bis zu 25 Prozent aller bedrohten Säugetierarten auch in Zoos gehalten. Um Arten bestmöglich zu erhalten, schlagen die Forscher vor, mehrere Zoos sollten sich zu Netzwerken zusammenschließen. Außerdem könnten sich einzelne Zoos auf die Aufzucht einer oder mehrerer Arten spezialisieren. Vor allem aber, mahnen die Wissenschaftler, dürfe man nicht zu lange warten, bedrohte Tiere nachzuzüchten. Die Erfolgschancen seien geringer, wenn nur die letzten, bereits geschwächten Vertreter einer Art übrig seien.

Dass Zoos bei der Arterhaltung helfen können, hat vor kurzem auch die Weltnaturschutzunion festgestellt. Bei 17 der knapp 70 Wirbeltierarten, deren Gefährdungsstatus sie herunterstufen konnte, hat nach ihren Angaben die Zucht in Zoos entscheidend geholfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)