21. März 2011 06:22 Uhr

Langzeitgedächtnis entsteht durch Veränderungen im Zellskelett

Manche Erinnerungen verschwinden schnell wieder, andere prägen sich für lange Zeit ins Gedächtnis ein. Warum das so ist, das untersuchen Hirnforscher in aller Welt. Forscher aus den USA berichten im Fachmagazin "Science" darüber, wie aus einem kurzen Nervensignal ein lange anhaltendes wird. Den Impuls dafür geben ihnen zufolge zwei sogenannte Signalmoleküle. Diese Moleküle regulieren außerdem den Auf- und Abbau des Zellskeletts. Die Forscher gehen davon aus, dass für eine lang anhaltende Erinnerung auch die Struktur der Nervenzellen umgestaltet wird. Dafür könnten die beiden Moleküle mitverantwortlich sein.

Eine Hoffnung der Wissenschaftler: Wenn im Detail bekannt ist, wodurch Nervenverbindungen stärker oder schwächer werden, lassen sich später einmal auch Krankheiten wie Alzheimer bekämpfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)