21. März 2011 07:54 Uhr
Acht Giraffen stiften Frieden. Die Rückkehr der seltenen Rothschild-Giraffe an ihren Ursprungsort am Baringosee in Kenia hat einen überraschenden Nebeneffekt: Sie beendet - zumindest vorläufig - einen Jahrhunderte alten Konflikt zwischen den Stämmen der Pokot und Njemps. Das berichtet die kenianische Zeitung "The Standard".
Die Rothschild-Giraffe, auch als Baringo-Giraffe bekannt, wurde zuletzt in der 1940er Jahren an dem See gesehen, der den Tieren ihren Namen gab. Wilderei und eine große Dürre vertrieben sie. Im Februar aber brachten Mitglieder des Njemps-Stammes mit Hilfe kenianischer Wildhüter vier männliche und vier weibliche Giraffen aus einem Reservat zurück in ihre Heimat. In der Folge fanden mehr als 100 Menschen eine Arbeit, indem sie für die Sicherheit der Giraffen sorgen - und es kommen wieder mehr Touristen, die zuvor von den andauernden Kämpfen in der Region abgeschreckt waren. Die Ältesten beider Stämme trafen sich jetzt, beteten gemeinsam und versprachen, die Gewalt gegeneinander zu beenden. Nun hoffen sie, dass die Rothschild-Giraffen sich paaren. Weltweit leben nur noch rund 670 dieser Tiere.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)