21. März 2011 11:38 Uhr
Nach dem Reaktor-Unfall im japanischen Fukushima steigt die Angst vor verstrahlten Lebensmitteln. Die Weltgesundheitsorganisation WHO räumte nun ein, dass radioaktive Spuren in Lebensmitteln ein schwerwiegenderes Problem darstellen könnten als bislang angenommen.
Die Situation habe sich geändert. Die Gefahr verstrahlter Lebensmittel bestehe nicht mehr nur in einem Umkreis von 30 Kilometern des Kraftwerks. Nachdem erhöhte Radioaktivitätswerte in Milch und Spinat nachgewiesen worden waren, hatte die japanische Regierung den Handel damit verboten. Weitere Verbote könnten laut WHO im Laufe des heutigen Tages folgen.
Der Münchner Strahlenbiologe Edmund Lengfelder sagte der "Frankfurter Rundschau", dass auch eine große Gefahr von Meeresfischen ausgehe. Die ausgetretene Radioaktivität gelange über giftige Nuklide ins Meer, in die Fische und damit über die Nahrungskette zurück zum Menschen. Lengfelder zufolge ist dieser Umstand fatal für die Japaner. Sie ernährten sich überwiegend von Fisch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)