21. März 2011 14:58 Uhr
Deutschland könnte in den nächsten fünf bis zehn Jahren aus der Kernkraft aussteigen -
bei Ländern mit einem hohen Atomkraft-Strom-Anteil, wie Frankreich, dürfte es deutlich länger dauern. Das sagte Manfred Fischedick vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie im Interview bei DRadio Wissen. Zunächst würden sich bei einem Atomausstieg die Stromkosten um einen halben bis einen Cent pro Kilowattstunde erhöhen - bei Privat-Haushalten sei das ein Preis-Anstieg von fünf Prozent, bei der Industrie von 20 bis 25 Prozent. Auf längere Sicht lasse sich das wieder einsparen - durch den Neubau von effizienteren Kraftwerken, zum Beispiel mit Gas, das Vorziehen von Projekten mit alternativen Energiequellen und mit Stromsparprogrammen. In den vergangenen 20 bis 30 Jahren habe Deutschland zu wenig Energie eingespart, so Fischedick. Dabei sei das zum größten Teil auch wirtschaftlich lukrativ.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)