22. März 2011 09:00 Uhr

Wir erinnern: Verabschiedung der Ostseeschutz-Konvention

Ein Blick in den historischen Kalender: Heute vor 37 Jahren, am 22. März 1974, wurde die Helsinki-Schutzkonvention verabschiedet. Sie war eine der ersten Umweltkonventionen für ein Meer. Damit verpflichteten sich die Anrainerstaaten der Ostsee, keine gefährlichen Stoffe mehr in das Meer zu leiten oder die Einleitung wenigstens zu verringern. Unterzeichner waren Dänemark, die Bundesrepublik Deutschland, die DDR, Finnland, Schweden, Polen und die UdSSR. Im Jahr 1992 wurde die Konvention aktualisiert und zusätzlich von der EU unterzeichnet. Überwacht wird die Einhaltung der Vereinbarung von der Helsinki Kommission, kurz HELCOM. Deren Empfehlungen haben einen Nachteil: Sie sind für die Unterzeichner nicht bindend. Laut dem "World Wide Fund For Nature" (WWF) haben sie aber den Umwelt- und Naturschutz in Europa wesentlich vorangebracht, etwa bei der Einführung von Meeresschutzgebieten oder von Standards bei der Abwasserreinigung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)