22. März 2011 10:24 Uhr
"Es ist nicht unbedingt feuilletonkompatibel, wenn man ständig seine politische Meinung vor sich herträgt." Das meint Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste. Er kritisierte im Deutschlandradio Kultur die breite Zurückhaltung deutscher Intellektueller in politischen Fragen - wie jüngst in der Diskussion um den Militäreinsatz in Libyen. Die meisten hätten sich das Politische abtrainiert oder abtrainieren lassen. Wenn die Politik in die Kunst hineinrage, gelte das als unkünstlerisch.
Staeck sagte, anders als in Frankreich fehle Intellektuellen in Deutschland eine Plattform. Dort habe die Auseinandersetzung der Kunst mit der Politik zudem eine andere Tradition. - Französische Künstler und Intellektuelle hatten dazu aufgerufen, sich für eine Flugverbotszone über Libyen einzusetzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)