22. März 2011 16:25 Uhr

Argentinierin kämpft gegen Verkauf von Schindlers Liste im Internet

Die Listen von Oskar Schindler gehören ins Museum. Das findet Erika Rosenberg, argentinische Jüdin und Erbin von Emilie Schindler, der Ehefrau des deutschen Fabrikanten. Rosenberg hofft, den Verkauf der Listen noch irgendwie verhindern zu können. Eine Klage vor einem Gericht in New York war im Dezember gescheitert. Für ein neues Verfahren reiche ihr Geld nicht aus, so Rosenberg, die sich für die rechtmäßige Eigentümerin hält.

Im Besitz hält die Listen aber ein US-Amerikaner. Und einen Teil - 14 Blätter mit den Namen von gut 800 Männern - bietet er im Internet zum Verkauf an. Der Preis liegt bei umgereichnet etwas mehr als zwei Millionen Euro. Erika Rosenberg aus Buenos Aires sagt, ihr gehe es nicht ums Geld, sondern um den Willen von Oskar und Emilie Schindler. Beide hätten gewollt, dass die Dokumente über die Rettung der Juden in deutschen Museen ausgestellt würden. Deshalb wolle sie weiterkämpfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)