23. März 2011 08:21 Uhr
Man kann nicht alles mit dem Strafrecht regeln, aber etwas mehr Abschreckung wäre schon gut. Dieser Ansicht ist der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Bernhard Kempen, und bezieht sich damit auf die Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" spricht er sich dafür aus, dass jeder Doktorant mit seiner Dissertation auch eine eidesstattliche Erklärung abgeben solle. Das sei noch nicht an allen Hochschulen Praxis.
Außerdem wäre es Kempen zufolge sinnvoll, die Arbeit nicht nur auf Papier, sondern auch als Datei einzureichen. Dann könnte der Text stichprobenartig auf Plagiate untersucht werden. Eine weitere Maßnahme könne sein, jede Doktorarbeit im Internet zugänglich zu machen - zumindest in der Zeit zwischen Einreichung und Publikation im Verlag.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)