23. März 2011 09:55 Uhr
Für die nächsten zwei Tage kann das Wetter schon ziemlich exakt vorhergesagt werden. Der Meteorologe Jurik Müller vom Deutschen Wetterdienst spricht im Interview mit der Presseagentur dpa von einer Trefferquote von 90 Prozent. Optimierungsbedarf besteht seiner Meinung nach aber bei langfristigen Prognosen.
Im Zusammenhang mit Atomkatastrophen wie derjenigen in Japan würden exakte Vorhersagen über längere Zeiträume hinweg immer wichtiger. Denn sie könnten Aufschluss über die Wanderungsbewegung der erhöhten Radioaktivität in der Luft geben. Der Wetterdienst geht davon aus, dass in 20 Jahren Vorhersagen für bis zu 14 Tage möglich sein werden.
Nach Angaben des Umweltbundesamtes sollen Luftströmungen mit radioaktiven Partikeln aus Japan heute Mitteleuropa erreichen. Die Radioaktivität werde aber sehr niedrig sein und die gewöhnliche Strahlenbelastung der Luft praktisch nicht beeinflussen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)