23. März 2011 10:24 Uhr

"Urban Mining": Die Stadt als Rohstoff-Mine

Bodenschätze brauchen längst nicht mehr unter der Erde gesucht zu werden. Man sollte heutzutage lieber mitten in Großstädten suchen - in Häuserwänden und Mülldeponien. Das meinen Verfechter des sogenannten "Urban Mining". Sie weisen darauf hin, dass über Jahrzehnte hinweg Bodenschätze in die Industrienationen verfrachtet und in Hochhäusern, Handys und Autos verbaut wurden.

Laut Onlinemagazin "Technology Review" lagern in deutschen Gebäuden allein 10,5 Milliarden Megatonnen mineralischer Baustoffe wie Ziegel und Beton. Stromnetze bärgen Millionen Tonnen an Stahl, Blei, Aluminium und Kupfer. Wenn Altes abgerissen werde, könne man diese Rohstoffe wieder nutzen. Das Konzept des "Urban Mining" stammt dem Magazin zufolge bereits aus den neunziger Jahren. Aber erst, seit die Rohstoffe knapper würden, werde es ernstgenommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)