23. März 2011 11:30 Uhr

Ex-Kanzlerberater kritisiert personelle Ausdünnung in Ministerien

"Der Sachverstand in den Ministerien und im Kanzleramt ist geringer als früher." Das meint der Nationalökonom Albrecht Müller im Hinblick auf die gleichzeitig auftretenden Krisen in Japan, den arabischen Ländern und an den Finanzmärkten. Müller war früher Berater der Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, die Ministerien seien mittlerweile personell ausgedünnt. Das zeige sich beispielsweise dann, wenn Gesetze von Lobbyisten oder Rechtsanwaltskanzleien geschrieben würden. Es sei beispielsweise ein Fehler von Helmut Kohl gewesen, im Kanzleramt die Planungsabteilung abzuschaffen. Als derzeit dringendste Aufgabe sieht Müller die Vorbereitung des künftigen Verhältnisses zur arabischen Welt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)