24. März 2011 07:03 Uhr

UNO-Bericht: 27,5 Millionen sind Flüchtlinge im eigenen Land

Im eigenen Land auf der Flucht. Das ist weltweit für mehr als 27 Millionen Menschen Realität. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Norwegischen Rats für Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit der UNO. Demnach gab es 2010 soviele Binnenflüchtlinge wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Gründe für ihre Flucht sind zum Beispiel Kriege, Hungersnöte oder Naturkatastrophen.

Nach den Zahlen der Studie leben 40 Prozent der Inlandsflüchtlinge in Afrika - vor allem im Sudan, in Somalia und im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Das Land mit der höchsten Zahl an Inlandsflüchtlingen ist aber Kolumbien. Dort sind bis zu 5,2 Millionen Menschen Flüchtlinge im eigenen Land - und damit jeder achte Kolumbianer.

Besonders stark gestiegen ist die Zahl der Inlandsflüchtlinge in Asien. Dafür machen die Autoren der Studie vor allem die instabile Lage in Afghanistan und Pakistan verantwortlich.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)