24. März 2011 09:50 Uhr
Nach Ansicht muslimischer Theologen kann der Koran nicht wirklich übersetzt werden, da das Buch direkt von Gott diktiert wurde. Offenbar wurde dieses Gebot aber schon früh gebrochen. Wie das Internet-Portal "Videnskap" berichtet, hat nun ein dänischer Forscher eine Übersetzung aus der Zeit um 870 entdeckt, also nur knapp 250 Jahre nach dem Tod des Propheten Mohammed im Jahre 632. Der klassische Philologe Christian Høgel [Hö:gel] sagte, er sei auf einen Text gestoßen, der nie gründlich genug untersucht wurde. Darin seien Teile des Koran ins Griechische übersetzt worden - das war in Syrien und Ägypten die Sprache der Gebildeten. Offenbar hätten Muslime trotz des Übersetzungsverbots versucht, in eroberten Ländern der Bevölkerung entgegenzukommen und den Glauben in einer für die Menschen verständlichen Sprache zu verbreiten. Weitere Details zu der Entdeckung sollen beim "Tag der Wissenschaft" Ende April vorgestellt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)