24. März 2011 14:22 Uhr
In vielen arabischen Staaten gibt es Proteste gegen die Regierung - auch in Syrien. Dabei spielen laut der Journalistin Kristin Helberg Internetplattformen wie Facebook und Twitter eine wichtige Rolle. Die frühere Syrien-Korrspondentin sagte im Interview mit Dradio Wissen, dass das auf den ersten Blick ein Widerspruch sei. Denn auf die Straße ginge in Syrien nicht etwa die sogenannte "Facebook-Generation", sondern eher Menschen aus einer konservativen Unterschicht. Allerdings sei das Internet nicht für die Organisation des Protests wichtig, sondern eher für die Verbreitung von Informationen. Sogar die großen Fernsehsender wie Al Jazeera zeigten vor allem Amateur-Videos vom Internetportal Youtube.
Facebook wurde in Syrien erst seit Kurzem freigeschaltet. Trotzdem haben es Helberg zufolge schon zuvor Hunderttausende über Umwege genutzt. Mit der Freischaltung von Twitter und Facebook vor einem Monat habe die syrische Regierung ein Eigentor gemacht. Denn die Plattformen kommen nun dem Protest zugute.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)