25. März 2011 08:56 Uhr
Abschließend noch ein Blick in den historischen Kalender. Heute vor 53 Jahren, am 25. März 1958, stimmte die Mehrheit des Deutschen Bundestages dafür, die Bundeswehr mit Atomwaffen auszurüsten. Die Ja-Stimmen kamen von den Regierungsparteien CDU, CSU und Deutscher Partei. Letztlich blieben die atomaren Sprengköpfe aber in amerikanischer Verfügungsgewalt.
Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer verwies in der Debatte auf die Expansionspolitik der Sowjetunion und auf die Verantwortung der BRD in der NATO. Verteidigungsminister Franz Josef Strauß sagte, man habe Angst - Zitat - "vor der nuklearen Angriffswaffen der Sowjetunion in Verbindung mit ihrer politischen aggressiven Ideologie".
Die Opposition bezeichnete das als Schwarzmalerei. Vor allem der SPD-Abgeordnete Gustav Heinemann wandte sich gegen die Herstellung und Verwendung von Atomwaffen.
Auch in der Bevölkerung regte sich massiver Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung. Die beiden großen Kirchen, sowie Gewerkschaften und Verbände protestierten, mehrere tausend Menschen gingen auf die Straße - ohne Erfolg.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)