25. März 2011 09:37 Uhr
Der Golf-Witz ist wieder da.
Pünktlich zum Auftakt des Präsidentschaftswahlkampfes in den USA drängelt sich die beliebte Form der Politiker-Schmähung wieder ins Rampenlicht. Das meint zumindest John Dickerson festgestellt zu haben, Autor des Online-Magazins "Slate". Demnach geht der Witz, der keiner ist, so: Politiker A beschuldigt Politiker B, die ganze Zeit Golf zu spielen statt sich um Politik zu kümmern. Soeben hat das der Republikaner Newt Gingrich gemacht: Seiner Meinung nach ist Präsident Barack Obama deutlich zu oft auf den Greens unterwegs, während, Zitat, "die Welt immer schwieriger wird".
"Slate"-Autor Dickerson warnt: So lächerlich der Golf-Witz klingen mag, so mächtig ist er. Zwar sei der Seitenhieb intellektuell faul wie ein vom Teleprompter abgelesener Witz, er fordere den Zuhörer nicht. Dafür irritiere er - und zwar in der Magengrube. Das sei genau die Gegend, so Dickerson, wo Wählerstimmen zu holen seien. Trotzdem fordert der "Slate"-Schreiber Präsident Obama auf, den Golf-Schläger nicht an den Nägel zu hängen. Schließlich sei sein Amt ein Gefängnis, dem er durch das Golfen ab und an entkommen könne.
Zum Artikel von Dickerson hier entlang, bitte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)