25. März 2011 11:53 Uhr
Zum Schluss schauen wir noch ins Lexikon - heute bei "K" wie Kondensstreifen. Gesehen haben wir einen solchen schon oft, meist beim Blick auf ein am Himmel fliegendes Flugzeug. Ein Stückchen hinter den Triebwerken sind diese weißen Streifen zu sehen - aber nur für kurze Zeit: Die wolkenartigen Gebilde werden schnell größer und undeutlicher, bis sie wieder verschwinden. Tatsächlich handelt es sich bei Kondensstreifen um künstliche Wolken. Sie entstehen oberhalb von acht Kilometern, wenn sich heiße Triebwerksabgase mit kalter Luft vermischen. Der Wasserdampf kondensiert dabei an den Rußteilchen zu winzigen Tröpfchen. Die gefrieren zu Eiskristallen, an die sich wiederum neue Wasserteilchen anlagern. Schließlich sind diese Kristalle so groß, dass sie Licht streuen und als weiße Wolkenstreifen sichtbar werden. Weil dieser Kristallisierungsprozess eine gewisse Zeit lang dauert, ist zwischen Triebwerk und Kondensstreifen immer eine charakteristische Lücke zu beobachten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)