28. März 2011 15:50 Uhr

Japan: Wirtschaft spürt Folgen der Atom- und Naturkatastrophen

Autohersteller und Elektronkik-Produzenten geraten infolge der japanischen Umwelt- und Reaktorkatastrophe in Schwierigkeiten. Bereits ab Mai könnte das Angebot von Siliziumscheiben zur Produktion von Computer-Chips knapp werden. Dies erwartet das Marktforschungsunternehmen "IHS iSuppli". Die Experten prognostizieren Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent. Hintergrund sind Produktionsausfälle zweier Wafer-Fabriken in Japan. Auf den hauchdünnen Siliziumscheiben werden durch lithografische Verwahren hunderte integrierte Schaltungen aufgebracht.

Auch in der Autoindustrie kommt es wegen fehlender Spezialpigmente für die Fahrzeuglackproduktion zu Einschränkungen. Wie der Spezialchemie-Hersteller Merck mitteilte, wurde das weltweit einzige Werk für Xirallic-Pigmente nahe dem havarierten Atommeiler Fukushima evakuiert. Derzeit ruht die Produktion der beschichteten Aluminiumoxid-Plättchen. Sie erzeugen in den Lacken einen Glitzereffekt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)