29. März 2011 07:55 Uhr

"Nichts gelernt aus Love Parade-Unglück" - Polizeigewerkschaft fordert schärfere Kontrolle

"Nichts gelernt aus der Massenpanik bei der Love Parade in Duisburg" - mit diesen Worten kritisiert die Deutsche Polizeigewerkschaft die Stadt Oberhausen.

Am Wochenende war in der Nachbarstadt von Duisburg bei einer Autogrammstunde der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" Panik ausgebrochen, etwa 60 Menschen wurden verletzt. Aus Sicht des Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt hätte die Veranstaltung niemals stattfinden dürfen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Wendt, es sei unfassbar, wie leichtfertig die Sicherheitsrisiken in Oberhausen ignoriert worden seien. Genehmigungsverfahren für größere Veranstaltungen müssten drastisch verschärft werden. Vor allem sollte die vom Veranstalter geschätzte Besucherzahl genauer kontrolliert werden. Statt der erwarteten 5.000 Fans waren fast 20.000 Menschen zu der Autogrammstunde in einem Oberhausener Einkaufszentrum gekommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)