29. März 2011 10:58 Uhr
Radioaktivität lässt sich von Landesgrenzen nicht aufhalten. Das beweisen Funde von radioaktivem Jod 131 auch außerhalb Japans. In mehreren Ländern wurden schon Jod-Spuren festgestellt, zum Beispiel im Südosten Chinas. Nach Angaben des chinesischen Umweltministeriums besteht aber keine Gefahr für die Gesundheit. Ähnliche Meldungen kommen aus Südkorea. Und auch in den USA wurde Jod aus Fukushima nachgewiesen. Im Nordosten fanden sich Spuren von Radioaktivität im Regenwasser. Jod 131 ist ein Jodisotop. Es gehört zu den Stoffen, die bei einem Atomunfall freigesetzt werden können. Vom menschlichen Körper wird es besonders leicht aufgenommen. Jod wird in der Schilddrüse eingelagert. Um zu verhindern, dass das Organ radioaktives Jod 131 aufnimmt, wird empfohlen, die Schilddrüse zu sättigen, zum Beispiel mit Kaliumiodid-Tabletten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)