30. März 2011 09:38 Uhr
Pferde können bei sich selbst Schwangerschaftsabbrüche einleiten. Den Hintergrund erklären Biologen aus Tschechien in einem Fachmagazin. Stuten werden dort oft zur Paarung mit einem fremden Hengst von ihrer Herde weggebracht. Später versuchen sie dann, dem dominanten heimischen Hengst das fremde Fohlen unterzujubeln, indem sie sich nach ihrer Rückkehr mit ihm paaren. Oft gelinge das nicht, daher leite die Stute dann selbst eine Fehlgeburt ein, so die Pferdeforscher. Damit wolle sie einem späteren Kindsmord durch das dominante Männchen im Stall vorbeugen.
Fast ein Drittel dieser Kuckuckskinder trieben die Stuten auf diese Weise selbst ab. Bei regulären Schwangerschaften - wenn also der dominante Hengst der Vater ist - ist dieses Verhalten nicht zu beobachten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)