30. März 2011 09:38 Uhr
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Und wie Wissenschaftler jetzt herausgefunden haben wollen belasten viele Entscheidungsmöglichkeiten nicht nur den Einzelnen, sondern das gesamte soziale Umfeld. In der Fachzeitschrift "Psychological Science" schreiben die Forscher, das Nachdenken über Wahlmöglichkeiten mache Menschen weniger mitfühlend für die Probleme anderer. In einem Versuch baten sie Probanden sich ein Video anzusehen, das eine Person beim Verrichten alltäglicher Tatigkeiten zeigt.
Die Probanden einer Gruppe sollten nun einen Knopf drücken, immer wenn sie glaubten die Person sei gerade dabei eine Wahl zu treffen. Die Kontrollgruppe wurde dagegen aufgefordert den Knopf zu betätigen, wenn die Person zum ersten Mal einen neuen Gegenstand berührte. Danach wurden beide Gruppen zu ihren Einstellungen zu gesellschaftlichen Themen befragt. Ergebnis: Die Gruppe, die die Wahlmöglichkeiten beobachten musste, zeigte deutlich weniger Interesse an einer gerechten Gesellschaftspolitik. Weitere Studien sollen nun einen Zusammenhang untersuchen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)