30. März 2011 12:20 Uhr

Mehrheit der Schweizer distanziert sich von der Religion

Religion ist ihnen nicht egal, sie lehnen sie auch nicht ab. Vielmehr zeigt sich die Mehrheit der Schweizer distanziert. Wissenschaftler des Schweizer Nationalfonds haben den Glauben der Schweizer Wohnbevölkerung in einer repräsentativen Umfrage untersucht. Dabei haben sie nach eigenen Angaben erstmals die Gruppe der "Distanzierten" ausgemacht. Darunter fallen der Studie zufolge beinahe zwei Drittel derer, die in der Schweiz wohnen. Wie die Forscher schreiben, glauben die Distanzierten nicht nichts. Sie verfügten über religiöse und spirituelle Vorstellungen, die seien aber in ihrem Leben nicht besonders wichtig und würden nur in Ausnahmefällen aktiviert. Meistens seien die Distanzierten sogar Mitglieder der Landeskirchen und zahlten Kirchensteuern. Distanz zeigten sie auch gegenüber alternativ Religiösen und Religionsgegnern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)