30. März 2011 13:51 Uhr
Wenn der Informationsfluss aus offiziellen Quellen stockt, soll Schwarmintelligenz helfen, ihn - zumindest teilweise - zu ersetzen. Dieses Prinzip schwebt den Machern von Internetseiten wie "geigerCrowd" vor. Wie der Name vermuten lässt, ist die Strahlenkatastrophe in Japan Anlass dieser Form des Austauschs. Der Plan: Teilnehmer, die in Japan leben, sollen sich einen mobilen Geigerzähler besorgen, die radioaktive Strahlung vor Ort messen und die Resultate per Datenmaske der Plattform zur Verfügung stellen. Die Initiatoren haben Helfer angeworben, die das Ganze auf einer Karte anschaulich darstellen, neue Bearbeitungsprogramme schreiben und Übersetzerdienste leisten. Kritiker machen darauf aufmerksam, dass man mit dieser Art des Datensammelns kein genaues Bild der Lage bekommen könne - bestätigen aber, dass es so möglich sei, eine ungefähre Einordnung zu leisten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)