31. März 2011 06:31 Uhr
Heischegang, Lapa und Lebensrute: All das gehört zum Fastnachtsbrauch "Zapust", der in Teilen Brandenburgs und Sachsens gefeiert wird: mit Festumzügen in Trachtenkleidung, Tanzveranstaltungen und Bräuchen. Dort leben Angehörige der Sorben oder Wenden, wie das westslawische Volk auch genannt wird. Wie einer der Zapust-Veranstalter bekannt gab, nahmen in diesem Jahr so viele Paare an den Veranstaltungen teil wie noch nie. Außerdem seien tausende Gäste angereist, um sich das Spektakel anzusehen.
Mit dem Zapust soll, wie auch mit anderen Bräuchen zu Karneval oder Fastnacht, der Winter ausgetrieben werden. Dabei verkleiden sich die Jugendlichen und ziehen mit der Bitte um kleine Gaben von Haus zu Haus: der "Heischegang" oder das "Zampern". Manche nehmen Weiden- und Birkenruten mit und berühren die Menschen, denen sie begegnen, damit: eine Geste, die Frühling und steigende Lebenskräfte symbolisiert. Anschließend gibt es einen Umzug in Festtagstracht; die Frauen tragen dabei eine kunstvoll gebundene Haube, die "Lapa".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)