31. März 2011 08:24 Uhr
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez und die Medien pflegen ein nicht immer störungsfreies Verhältnis. So ließ Chávez die Lizenzen mehrerer privater Radiostationen und eines Fernsehsenders nicht verlängern - was für die regierungskritischen Medien praktisch eine Schließung bedeutete. In staatliche Sender und Zeitungen steckte er dagegen viel Geld. Außerdem brachte der venezolanische Präsident einen Fernsehnachrichtenkanal auf den Weg, der ähnlich dem US-amerikanischen Sender CNN funktioniert.
Die staatliche Universität La Plata in Argentinien hat Chávez jetzt einen Preis verliehen: für seinen Beitrag zur "populären Kommunikation" und seine Versuche, "das Medienmonopol zu stürzen".
Ein Medienprofessor der Columbia-Universität in New York bewertet das so: Entweder habe die verleihende Hochschule Chávez´ Kommunikationsansichten übernommen - oder die Auszeichnung für ihn sei paradox.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)