31. März 2011 08:54 Uhr

Batterie gewinnt Strom aus Wechsel von Süß- und Salzwasser, ganz ohne Membran

Der unterschiedliche Salzgehalt von Meer- und Flusswasser lässt sich auch für die Stromproduktion nutzen. Die notwendigen Membranen dafür sind aber sehr teuer und sehr empfindlich. Nun haben Forscher der Stanford University in den USA eine Art Wasser-Batterie gebaut, die ganz ohne Membran auskommt. Vielmehr werden Süß- und Salzwasser nacheinander durch die Batterie geleitet - das Süßwasser während der Auflade-Phase, das Salzwasser während der Entlade-Phase. Durch den unterschiedlichen Salzgehalt konnten die Forscher beim Entladen mehr Energie gewinnen als beim Aufladen - und so Strom produzieren. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Magazin "Nano Letters". Denkbar sei, so das Fazit, ihre Technik auf lange Sicht in Kraftwerken an Flussmündungen einzusetzen und mit einer einzigen Anlage bis zu 100.000 Haushalte zu versorgen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)