31. März 2011 08:55 Uhr

Wir erinnern: Vor 20 Jahren wurde der Warschauer Pakt aufgelöst

Heute vor 20 Jahren, am 31. März 1991, endete der Warschauer Pakt, das Militärbündnis des Ostens unter Führung der Sowjetunion. Gegründet wurde die Organisation 1955 als Reaktion auf die Pariser Verträge, mit denen die Bundesrepublik Souveranitätsrechte als Staat erhielt und dem westlichen Verteidigungsbündnis NATO beitrat.

Die Bezeichnung "Warschauer Pakt" war im Sprachgebrauch des Westens verbreitet, in der DDR hieß er "Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand". Demnach war der Pakt ein rein militärisches Abkommen, um sich gemeinsam gegen Angriffe von außen zu verteidigen. Dazu wurden sowjetische Truppen in fast allen acht Mitgliedsstaaten stationiert. Den Oberbefehl über die Truppen des Warschauer Pakts hatte jedoch die Sowjetunion. Das nutzte sie auch, um nationale Aufstände wie 1956 in Ungarn oder 1968 den "Prager Frühling" niederzuschlagen. Aus Protest dagegen trat Albanien aus.

Die militärischen Strukturen des Warschauer Pakts wurden 31. März 1991 aufgelöst, formal blieb das Bündnis noch drei Monate länger intakt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)