1. April 2011 08:21 Uhr

Forscher warnt vor exzessivem Staudamm-Bau am Mekong

"Früher wurde das Mekong-Delta von Kriegen verwüstet, heute durch Wirtschaftswachstum und Globalisierung." Das Zitat stammt von dem Südostasien-Experten Richard P. Cronin. Der Leiter eines US-"Thinktank", also einer Expertengruppe, befürchtet, dass die Umwelt und die Lebensgrundlage der Menschen in dieser Region durch den exzessiven Bau von Staudämmen zerstört werde. Allein das Land Laos plane zehn Dämme am Hauptstrom und hunderte weitere an den Nebenflüssen, schreibt Cronin in einem Beitrag für das ökumenische Monatsmagazin "Weltsichten". Auch China und Kambodscha wollten weitere Talsperren errichten. Dabei stellten die besonders großen chinesische Bauprojekte die größte Gefahr dar, weil sie den Schlamm zurückhielten, der die Fruchtbarkeit der Böden verbessere und den Fluss vor Meerwasser schütze. Damit würden der dortigen Binnenfischerei und dem Reisanbau der Todesstoß versetzt. Der Mekong verbindet insgesamt sechs südost-asiatische Länder.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)