1. April 2011 10:30 Uhr
Verbote machen eine Sache nur noch interessanter - das hat jetzt auch die türkische Justiz erfahren. Sie hatte ein Buchmanuskript über die angebliche Unterwanderung der Polizei durch Islamisten verboten. Als es nun im Internet auftauchte, nutzten Tausende die Gelegenheit und luden es herunter. Nun versucht die Justiz zu ermitteln, wer das Manuskript hochgeladen hatte. Die Behörden halten das Werk des Journalisten Ahmet Sik für eine Auftragsarbeit für die mutmaßliche Putschistengruppe Ergenekon. Sie vermuten, dass Sik damit die Glaubwürdigkeit der Ergenekon-Ermittlungen untergraben wolle.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)