3. April 2011 14:20 Uhr
Der Verbleib von rund 2.300 radioaktiven Brennelementekugeln sorgt in Nordrhein-Westfalen für Verwirrung. Das Magazin "Der Spiegel" hatte berichtet, die radioaktiven Brennelemente würden vermisst. Das nordrhein-westfälische Kernforschungszentrum Jülich wies den Bericht nun zurück. Eine Sprecherin sagte dem Deutschlandfunk, bei der rechnerischen Differenz zwischen den in Jülich verwendeten und den später gelagerten Kugeln handele es sich um sogenannten Kugelbruch. Dieser werde ordnungsgemäß aufbewahrt. Ein Sprecher des Bundesamts für Strahlenschutz sagte ebenfalls dem Deutschlandfunk, er könne das nicht bestätigen. Brennelementekugeln wurden in sogenannten Thorium-Hochtemperatur-Reaktoren verwendet. Eine solche Anlage lief als Versuchsreaktor von 1966 bis 1988 in Jülich. Die Kugeln sind von einem Graphitmantel umhüllt und etwa tennisballgroß. In einem einzigen Brennelement befinden sich Tauweltsende winzige Kügelchen, die unter anderem aus hochradioaktiven Plutonium bestehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)